Vorankündigung: Der Wald Brennt, 3. Aufführung angekündigt

Wegen der großen Nachfrage findet eine weitere Vorstellung am 13. November um 20:00 Uhr im Bürgerhaus Rodheim, Saaleinlass ab 19:00 Uhr, statt.Karten für diese Zusatz Veranstaltung sind ab sofort bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Die Jubiläumstheatergruppe 1200 Jahre Rodheim führt zu Gunsten unserer Vereinseigenen Räume in der neuen Sporthalle das Heimatspiel

DER  WALD  BRENNT

am 06. November um 20:00 Uhr und am 07. November um 18:00 Uhr im Bürgerhaus Rodheim auf, Saaleinlass ist jeweils 1 Std. vor Aufführungsbeginn.

Der Vorverkauf für die Aufführungen am Samstag den 06.11.2010, 20:00 Uhr und am Sonntag den 07. 11.2010, 18:00 Uhr  hat begonnen.

Erwachsene zahlen 12,00 € Eintritt, Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre) 10,00  €. Karten erhält man ab sofort in Ober-Rosbach im Bürgerbüro der Stadt Rosbach, in Nieder-Rosbach im Schreibwarenladen „Ratzefummel“, in Rodheim bei der Metzgerei Hisserich sowie  in der Gaststätte Bürgerhaus Rodheim.

Bei diesem Heimatspiel,  dass aus der Feder von Hermann Fornoff und Hans-Kurt Jacobi stammt, handelt es sich um eine freie Nachdichtung Rodheimer Geschichte um 1670 und wurde bereits 1949 auf dem Rodheimer Marktplatz als Freilichtspiel aufgeführt.

Als Regisseur konnte Theo Hoffmann gewonnen werden. Er inszeniert und komponiert als freier Regisseur und Musiker seit vielen Jahren in verschiedenen Ensembles, zuletzt und aktuell mit „Spunk“ für den „Kultursommer am Schloss“ in Heusenstamm  sowie im Kellertheater Frankfurt. Die Musik zu „Der Wald brennt“  wurde von ihm eigens hierfür geschrieben.

Gehen Sie mit uns zurück in die Zeit als der Dreißigjährige Krieg 20 Jahre vorrüber und der Marktflecken Rodheim seit 1362 mit Stadtrechten ausgestattet war.

Als die Bürger von Stürzelheim, Wirtheim, Oberpetterweil, Klein- und Grossleichen, aus verschiedenen Randdörfern bzw. Hofgütern, rund um Rodheim gelegen, in den Rodheimer Stadtmauern eine neue Heimat fanden.

Die Namen v.g. Orte finden sich heute in verschiedenen Straßennamen wieder. Diese „Neubürger“ errichteten später auch in der Vorstadt die ersten Häuser.

Das Sagen über die Stadt und Feste hatte zur damaligen Zeit, auf Grund eines Erbvertrages von 1642 Graf Friedrich Kasimir von Hanau Lichtenberg. Der gräflichen Kammeralverwaltung, vertreten durch den gewählten Märkermeister, oblag es die Rodheimer Waldbesitztümer zu vermarkten und die Interessen der Obrigkeit zu wahren.

Nach den langen Jahren des großen Krieges begann man jedoch selbstbewusster zu werden und sich gegen die Machenschaften des Märkermeister aufzulehnen.

Als die Wiederwahl des Märkermeisters, durch den Rat der Dreizehner, anstand wurde in der Gemeinde der Unmut und der Widerstand gegen den Märkermeister, besonders durch den Schultheiß (Schultes) und das Ratsmitglied Gebhard deutlich. Dem Rest der Dreizehner war es im Prinzip egal, „Sie müssen Ihre Steuern sowieso bezahlen“. Ausnahme war nur der Kronenwirt der mit einer „Freundschaft“ zum Märkermeister auch seinen Vorteil sah. 

Auch die Bestrafung, wegen unerlaubten Sammeln von Holz, der Kräuterliese kam hier zu Sprache und alle fanden die ausgesprochene Strafe für zu hart.

Nach der Wahl des neuen Märkermeisters, der wieder der alte war, kam es bei der Versammlung der Dreizehner zwischen dem Schultheiß und dem Märkermeister zum Eklat der mit der Aussage des Schultes endete:

Eher soll der Wald in Flammen aufgehen!.

Hier setzte der Märkermeister zu einer Intrige gegen seinen Gegenspieler den Schultes an. Sein Sohn Johannes solle den Wald anzünden, damit man es dem Schultes in die Schuhe schieben kann. Es wäre auch sein eigener Vorteil, buhlt er doch mit Fritz, dem Sohn des Schultes, um die Gunst der liebreizenden Marie, der Tochter des Kronenwirtes.

Als der Wald dann tatsächlich in Flammen aufgeht herrscht großes Entsetzen bei den ganzen Dorfbewohnern, ist der Wald doch der größte Reichtum der Mark Rodheim. Einer Legende nach ist der große Waldbesitz Rodheims  eine Schenkung des Klosters Throhn.

Wir, die JUBILÄUMSTHEATERGRUPPE 1200 JAHRE RODHEIM, die sich 2005 zu unserem Ortsjubiläum zusammengefunden hatte und das erfolgreiche Stück „Wasser aus dem Ketzerborn“, für Sie aufgeführt hatte, wünschen uns, dass Sie auch bei unserem neuen Stück eine schöne und vergnügliche Zeit verbringen werden.

Abschließend möchten wir noch Anmerken dass die in unserem Stück genannten Jahreszahlen und Ausführungen keinen Anspruch auf Richtigkeit erheben. Sollten Sie sich jedoch für die detaillierte Geschichte von Rodheim interessieren möchten wir sie auf div. Publikationen bzw. Rodheimhefte unseres Rodheimer Geschichts- und Heimatvereines verweisen.

Die Marktfrauen

Schultes und der Türmer

Marie und Fritz