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Premiere des Heimatspieles ,,DER WALD BRENNT''
,,Super Produktion'' freute sich am Samstagabend der Regisseur Theo Hoffmann zur gelungenen Premiere des Theaterstückes „Der Wald brennt“ und war mit dem Publikum im ausverkauften Bürgerhaus in Rodheim einer Meinung. Tosender Applaus schallte am Ende der Vorstellung, der gut zweistündigen Aufführung in heimischer Mundart (auch bei der Aufführung am Sonntag) durchs Bürgerhaus.
Die Schauspieltruppe die sich anlässlich der 1200-Jahrfeier, auf Initiative der SG Rodheim vor fünf Jahren gegründet hatte, hatte innerhalb eines Jahres dieses Heimatspiel einstudiert. Dass die 30 Darsteller das richtige Gespür für die Darstellung Ihrer Rollen hatten und den Anweisungen Ihres Regisseurs folgten, war der Inszenierung des Stückes nicht nur anzusehen, sondern der Funke der Begeisterung sprang bereits beim Öffnen des Vorhanges, als der Pfarrer (Bürgermeister Brechtel) die Bühne betrat, auf das Publikum über.
Mit hervorragendem Gespür für die heimische Mundart zogen, die Akteure die Zuschauer, in allen Akten, in Ihren Bann. Auf dem Marktplatz versammelten sich die Weiber, um mit Klatsch und Tratsch, dass Geschehen im abgelaufenen Gottesdienst zu kommentieren, allen voran die neugierige Gret (Birgit Heinsch).
Dann folgte der Auftritt des arroganten Märkermeister mit seiner Frau (gespielt von Hermann Krämer und Heidi Gruppe) im Dialog mit dem gut aufgelegten Kronenwirt (Benni Muhle), der auch für das hervorragend gestaltete Bühnenbild und das Kirchenportal verantwortlich war, sowie die Kräuterlies (Sabine Konzelmann) die für unerlaubtes Einsammeln von Brennholz vom Märkermeister abgestraft wurde.
Es folgte Auftritt des unvergleichlichen Gemeindedieners bzw. des Türmers (in einer Doppeltrolle Wolfgang Wien), mit der Auflösung wie es zum Namen der Rodheimer Bockstießer kam.
Nun kam es zum ersten Disput zwischen Märkermeister und dem Rodheimer Schultes (Rainer Schaub), der sich im Laufe des Abends noch zu einem handfesten Streit ausdehnen sollte.
Der Kronenwirt, der gerne seine Tochter Marie (Theresa Gruner) mit Johannes (Jürgen Drescher), Sohn des Märkermeisters verkuppeln möchte. Er hängt sein Fähnchen immer in die Richtung des Windes und gibt genug Anlass den Tratsch im Örtchen anzuheizen.
Nach einer Auseinandersetzung, der zwei Rivalen, Johannes und Fritz (Alexander Wien) die um die Gunst der Marie feilschen, beginnt der Märkermeister ein Intrigenspiel.
Als die Wiederwahl des Märkermeisters, durch den Rat der Dreizehner anstand, wurde in der Gemeinde der Unmut und der Widerstand gegen den Märkermeister, besonders durch den Schultheiß und das Ratsmitglied Gebhard (Ernst Gruner) deutlich. Dem Rest der Dreizehner war es im Prinzip egal, „Sie müssen Ihre Steuern sowieso bezahlen“. Ausnahme war nur der Kronenwirt, der mit seiner ,,Freundschaft'' zum Märkermeister auch seinen Vorteil sah.
Nach der Wahl des neuen Märkermeisters, der wieder der alte war, kam es bei der Versammlung der Dreizehner zwischen dem Schultheiß und dem Märkermeister zum Eklat der mit der Aussage des Schultes endete:
,,Eher soll der Wald in Flammen aufgehen''.
Ab hier nahmen dann die weiteren Ereignisse Ihren Verlauf und der Ausgang der Märkerwahl wurde auf dem Marktplatz kommentiert.
Die füreinander bestimmten, Marie und Fritz, sangen ein eigens für dieses Theaterstück komponiertes Liebeslied, dass auch wie die zwischen den Akten eingespielten Kompositionen von dem Regisseur Theo Hoffman stammt.
Als der Wald dann tatsächlich in Flammen aufgeht, herrscht großes Entsetzen bei den ganzen Dorfbewohnern. Der Wald ist doch der größte Reichtum der Mark Rodheim. Einer Legende nach, ist der große Waldbesitz Rodheims eine Schenkung des Klosters Throhn.
Auch dieses Heimatspiel stammt aus der Feder von Hermann Fornoff und Hans Kurt Jacobi, das bereits am 26. Juni 1949 in Rodheim, als Freilichtaufführung dargeboten wurde. Wie der Sprecher, Ernst Gruner, der Jubiläumstheatergruppe 1200 Jahre Rodheim verlauten lies, ist evtl. vorgesehen, dieses Stück im Sommer des kommenden Jahres nochmals im Park aufzuführen.








