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Maislabyrinth wird angemessen beerdigt
Rosbach-Rodheim v. d. H. (hed). Ängstliche Schreie hallten am Samstag über das nur spärlich beleuchtete Maisfeld. Es folgte hysterisches Gelächter, das entweder von gruseligen Hexen und Vampiren oder von aufgeregten Kindern stammte, die in der »Nacht der Vampire« wohl erst nach der Geisterstunde in ihre Betten gekommen sind.
Wetterauer Zeitung
Artikel vom 21.09.2010
Zum letzten Mal vor dem Anrücken der Erntemaschinen konnte man sich im Maislabyrinth hinter der Erich-Kästner-Schule auf angenehme Art und Weise verlaufen. Neun Wochen lang waren große und kleine Besucher durch die Gänge geirrt.
Am Samstag musste man vorbei an offenen Gräbern und diversen Gestalten der Nacht, die den Wanderern hinter Wegegabelungen auflauerten - ein großer Spaß vor allem für kleine Gäste. Am Turm in der Mitte des Irrgartens - den man scheinbar schneller erreichte, wenn man sich von ihm weg bewegte - warteten weitere Untote. Wer den Eingang wiederfand, durfte sich mit Würstchen, Süßigkeiten oder »warmem Blut« (Glühwein) belohnen, ehe die Tänzerinnen vom Twirling- und Tanzsportclub Chapeau Claque ihre Choreografie »Carpe Noctem« vorführten. Später zeigte auch die Tanzgarde ihr Können.
Neben den Tanzgruppen und Vereinen, die an den vier Event-Samstagen das Programm bereichert hatten, waren es vor allem die vielen Helfer der SG Rodheim, bei denen sich die Erschaffer des Maislabyrinths, Daniela und Benny Muhle, bedankten. Sie hätten viele ehrenamtliche Stunden geopfert, um die Besucher des Irrgartens zum Spenden für das benachbarte neue Sportzentrum zu animieren. Auch wenn Vandalen mehrfach Wege und den Holzturm in der Mitte beschädigt hätten, sei die Aktion eine Bereicherung für die SG gewesen, meinte Daniela Muhle - nicht nur finanziell. Im nächsten Jahr werde es aber mit Sicherheit kein Maislabyrinth geben. »Der Aufwand ist einfach zu groß, und es wird immer schwerer, genügend Helfer zu finden«, sagte Muhle, die für das Projekt auf ihren Sommerurlaub verzichtet hatte. »Aber wir werden uns etwas Neues einfallen lassen.«

